Hack bei Oracle: Dementi, Löschungen und Datenlecks

Was sich als einer der chaotischsten Cybervorfälle des Jahres abzeichnet, bringt Oracle in Bedrängnis – nicht nur, weil das Unternehmen gehackt wurde, sondern vor allem wegen der Art, wie es mit den Folgen umgeht.
🧨 Der pikante Moment:
Im März 2025 bot ein Hacker namens „rose87168“ 6 Millionen Oracle-Kundendatensätze auf BreachForums zum Verkauf an. Die Rede ist von Benutzernamen, verschlüsselten SSO- und LDAP-Zugangsdaten, Java-Keystore-Dateien und Enterprise-Manager-Schlüsseln.
Die Reaktion von Oracle? Ein kategorisches Dementi gegenüber BleepingComputer:
„Es gab keinen Sicherheitsvorfall bei Oracle Cloud.“
Doch … diese Aussage ist schlecht gealtert.
🔍 Bestätigte Datenlecks
Cybersicherheitsunternehmen wie Trustwave und CybelAngel haben die Echtheit der gestohlenen Daten bestätigt.
Gleichzeitig begannen Kunden von Oracle Health, interne Mitteilungen durchzustechen, in denen eingeräumt wurde, dass Cerner-Altsysteme kompromittiert worden waren – Systeme, deren Migration in die Cloud noch ausstand.
🧽 Verschwundene Beweise?
Cybersicherheitsexperten wie Kevin Beaumont und Jake Williams werfen Oracle vor, das Ausschlussverfahren der Internet Wayback Machine genutzt zu haben, um Spuren des Sicherheitsvorfalls zu beseitigen.
Nicht nur war die offizielle Antwort vage und spitzfindig (mit einem Wortspiel zwischen „Oracle Cloud“ und „Oracle Cloud Classic“) – dieser Versuch einer digitalen Spurenbeseitigung sorgt in der gesamten Security-Community für Unmut.
❌ Dementi, Täuschung, Vernichtung
Die unheilige Dreifaltigkeit dessen, was man als Reaktion auf einen Sicherheitsvorfall nicht tun sollte.
📉 Enormer Reputationsschaden
Eine klare, ehrliche und transparente Kommunikation ist unerlässlich – vor allem, wenn Kunden, Aufsichtsbehörden und die gesamte Cyber-Community Sie beobachten.
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Denn heute ist die Vertrauenskette nur so stark wie ihr schwächstes Glied.